Meine Hunde
kre Lüneburg.
Sie heißen Lotta, Henry, Ares oder Engay und sind die Spürnasen des DRK-Kreisverbandes. Die vierbeinigen Spezialisten mit dem treuen Blick und der kalten Schnauze kommen zum Einsatz, wenn Menschen vermisst werden. Henry und seine Kollegen gehören zur neuesten Abteilung des DRK-Kreisverbandes - der Rettungshundestaffel. Vor genau fünf Jahren wurde sie ins Leben gerufen - Zeit also für Staffelleiter Hans-Otto Köster und sein Team, eine erste Bilanz zu ziehen.
Solide Ausbildung
Elf ausgebildete Hundeführer stehen Köster - im Hauptberuf Stabsfeldwebel bei der Bundeswehr - zur Seite. Sie alle haben eine lange und umfassende Ausbildung durchlaufen: "Das beginnt mit der Helfer-Grundausbildung und geht weiter über den Erste-Hilfelehrgang, die Sanitätslehrgänge A und B, Karte- und Kompasskunde, Funkausbildung, einem Erste-Hilfe-Kurs am Hund bis hin zur Dressurlehre", listet Cornelia Gröning auf, die ebenso wie Köster und Dieter Hasse zu den Mitgliedern der ersten Stunde gehört. Vielleicht ist dieses zeitintensive Engagement mit ein Grund dafür, warum im Laufe der Jahre viele bei der DRK-Rettungshundestaffel zwar reingeschnuppert, die Helfer in der roten Uniform aber wieder vorzeitig verlassen haben. Hans-Otto Köster rechnet nach: "Insgesamt haben bei der Staffel bereits 64 Leute mitgemacht."
Zu acht Einsätzen wurde die DRK-Rettungshundestaffel bereits gerufen. Der erste erfolgte im vergangenen Jahr, kaum dass die Helfer und ihre vierbeinigen Freunde einsatzbereit gemeldet waren. Köster erinnert sich noch genau: "Das war am Ostermontag, bei Sülbeck wurde ein Rentner vermisst." Leider konnte der Gesuchte nur noch tot im Wald geborgen werden.
Bei der Suche nach einer vermissten 43-jährigen Arztfrau in der Heide war die DRK-Rettungshundestaffel ebenso dabei, wie bei der Suche nach einem vermeindlichen Opfer am Reihersee. "Dort hatten Jugendliche nachts den Schrei einer Frau gehört und anschließend zwei Männer weglaufen sehen", berichtet Gröning. Bei der Suche nach einem möglichen Opfer ging die Polizei auf Nummer sicher und alarmierte auch die Rettungshundestaffel.
Ebenso wie ihre Herrchen und Frauchen werden auch die vierbeinigen Retter optimal ausgebildet und auf ihre Aufgaben vorbereitet: "Die Hunde absolvieren eine umfassende Such-, Gehorsam- und Geräteausbildung", betont Ausbilder hasse. Sich auf Kommando hinlegen, durch Tunnel kriechen, über eine Wippe gehen oder eine Leiter hinaufsteigen - all das ist für Lotta, Henry, Ares und die anderen neun Rettungshunde kein Problem mehr., "Unsere Hunde sind als Flächensuchhunde ausgebildet", berichtet Heike Schudinat ? das heißt, die Labradore, Hovawarts und Rhodesian Ridgeback sind Spezialisten im Suchen und auffinden von Vermissten in Feld, Wald und Wiese. Köster macht das Leistungsvermögender DRK-Spürnasen deutlich: "Ein ausgebildeter Rettungshund schafft es, ein 30 000 Quadratmeter großes Gelände in 15 Minuten komplett abzusuchen."
Um den hohen Ausbildungsstand der Zwei- und der Vierbeiner konstant zu halten, trifft sich die Rettungshundestaffel zweimal die Woche zum Training.
Jetzt hoffen die DRK-Hundeführer, dass sie ihr Können noch stärker als schon in der Vergangenheit unter Beweis stellen können. "Ich glaube allerdings, dass es sich bei den anderen Rettungsinstitutionen noch verfestige muss, dass es auch uns gibt", sagt Matthias Körte, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. Immerhin: In die Katastrophenschutzpläne des Landkreises Lüneburg und Uelzen ist die Staffel bereits aufgenommen, "im Landkreis Harburg laufen die Verhandlungen", so Körte.
Weitere Informationen über die Rettungshundestaffel finden Interessierte im Internet unter
www.rhs-lueneburg.de oder unter Tel 0172-7874853. "Außerdem ist die Staffel für ihre Arbeit auf Spenden angewiesen", erklärt Körte. Dazu wurde unter dem Stichwort "Rettungshundestaffel" ein Spendenkonto bei der Sparkasse Lüneburg eingerichtet. Kontonummer: 19646, Bankleitzahl: 24050110

