Meine Hunde
Retter mit der kalten Schnauze

DRK-Hundestaffel offiziell in Dienst gestellt
kre Lüneburg. Lotta wedelt aufgeregt mit dem Schwanz, Isa schnuppert interessiert an dem nagelneuen Transporter mit dem aufgemalten roten Kreuz:
Die beiden Vierbeiner gehören zur neuesten Abteilung des DRK-Krejsverbandes -der Rettungshundestaffel.
Sie wurde ins Leben gerufen, um Verletzte und vermisste Personen in schwierigem Gelände ausfindig zu machen. Jetzt haben die ersten zehn Rettungshundeführer gemeinsam mit ihren Hunden die Ausbildung abgeschlossen, sind bereit für den Einsatz. Gestern Abend wurde die Truppe im Beisein von Landrat Franz Fietz und Liineburgs Bürgermeister Bernd Fischer offiziell in Dienst gestellt.
Der DRK-Krejsverband Lüneburg schließt mit dieser Rettungshundestaffel einen weißen Fleck auf der Landkarte, denn bislang gab es nur fünf entsprechende Staffeln in ganz Niedersachsen, die nächstgelegene in Verden: Unser Einsatzgebiet ist in etwa deckungsgleich mit den Grenzen des Regierungsbezirks Lüneburg, erklärt Staffelführer Hans-Otto Köster. Aber wenn die Retter aus Lüneburg mit ihren vierbeinigen Helfern angefordert werden, gehenKöster uns seine Truppe auch bundesweit in den Einsatz.
6500 Stunden Ausbildung
Schmuck sehen die Retter in ihrer nagelneuen Schutzausrüstung aus, dabei wird leicht übersehen, dass es bis zur Indienststellung der Hundestaffel ein weiter Weg war: Hinter uns liegen 6500 Stunden Ausbildung, erklären Köster uns seine Kollegin Elke Lehmann.
Während die Hundeführer fit gemacht wurden in Erster Hilfe für Mensch und Hund, in Karten- und Kompasskunde, im Umgang mit dem Sprechfunk, in Unfallverhütung und in Einsatztaktik, absolvierten die Hunde eine umfassende Such-, Gehorsam- und Geräteausbildung. Sich auf Kommando hinlegen, durch einen Tunnel kriechen, über eine Wippe gehen oder eine Leiter hinaufsteigen, für den Labrador Lotta, den Collie-Schäferhund-Mischling Isa und all die anderen Hunde ist das kein Problem mehr.
Zweimal in der Woche treffen sich die Rettungshundeführerinnen und -führer mit ihren Vierbeinern zum Training ? jeden Donnerstagabend und jeden Sonntagmorgen. Doch was bringt sie dazu, sich zeitlich so stark zu engagieren? Ich bin auch bei der Feuerwehr in Reppenstedt aktiv, berichtet Elke Lehmann, und daher weiß ich, wie lange die Menschenrettung dauern kann. Hunde schaffen das schneller.
Zehn Hundeführer stehen jetzt mit ihren Vierbeinern für den Ernstfall bereit, aber wir suchen auch ständig neue Nachwuchskräfte, berichtet Hans-Otto Köster. Infos für interessierte Hundebesitzer gibt es unter 04131/673616
Quelle: Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 12./13. April 2003

