Meine Hunde > Regenbogenbrücke > Isa (1997-2006) > Presseartikel > Landeszeitung vom 12./13.4.03
DeutschDutch
20.5.12: 14:20

Retter mit der kalten Schnauze

DRK-Hundestaffel offiziell in Dienst gestellt

kre Lüneburg. Lotta wedelt aufgeregt mit dem Schwanz, Isa schnuppert interessiert an dem nagelneuen Transporter mit dem aufgemalten roten Kreuz:

Die beiden Vierbeiner gehören zur neuesten Abteilung des DRK-Krejsverbandes -der Ret­tungshundestaffel.

Sie wurde ins Leben gerufen, um Verletzte und vermisste Per­sonen in schwierigem Gelände ausfindig zu machen. Jetzt ha­ben die ersten zehn Rettungs­hundeführer gemeinsam mit ih­ren Hunden die Ausbildung abgeschlossen, sind bereit für den Einsatz. Gestern Abend wurde die Truppe im Beisein von Landrat Franz Fietz und Liineburgs Bürgermeister Bernd Fischer offiziell in Dienst gestellt.

Der DRK-Krejsverband Lü­neburg schließt mit dieser Ret­tungshundestaffel einen weißen Fleck auf der Landkarte, denn bislang gab es nur fünf entspre­chende Staffeln in ganz Niedersachsen, die nächstgelegene in Verden: Unser Einsatzgebiet ist in etwa deckungsgleich mit den Grenzen des Regierungsbezirks Lüneburg, erklärt Staffelführer Hans-Otto Köster. Aber wenn die Retter aus Lüneburg mit ihren vierbeinigen Helfern angefordert werden, gehenKöster uns seine Truppe auch bundesweit in den Einsatz.

6500 Stunden Ausbildung
Schmuck sehen die Retter in ihrer nagelneuen Schutzausrüstung aus, dabei wird leicht übersehen, dass es bis zur Indienststellung der Hundestaffel ein weiter Weg war: Hinter uns liegen 6500 Stunden Ausbildung, erklären Köster uns seine Kollegin Elke Lehmann.

Während die Hundeführer fit gemacht wurden in Erster Hilfe für Mensch und Hund, in Kar­ten- und Kompasskunde, im Umgang mit dem Sprechfunk, in Unfallverhütung und in Ein­satztaktik, absolvierten die Hunde eine umfassende Such-, Gehorsam- und Geräteausbil­dung. Sich auf Kommando hin­legen, durch einen Tunnel krie­chen, über eine Wippe gehen oder eine Leiter hinaufsteigen, für den Labrador Lotta, den Collie-Schäferhund-Mischling Isa und all die anderen Hunde ist das kein Problem mehr.

Zweimal in der Woche treffen sich die Rettungshundeführe­rinnen und -führer mit ihren Vierbeinern zum Training ? je­den Donnerstagabend und je­den Sonntagmorgen. Doch was bringt sie dazu, sich zeitlich so stark zu engagieren? Ich bin auch bei der Feuerwehr in Rep­penstedt aktiv, berichtet Elke Lehmann, und daher weiß ich, wie lange die Menschenrettung dauern kann. Hunde schaffen das schneller.

Zehn Hundeführer stehen jetzt mit ihren Vierbeinern für den Ernstfall bereit, aber wir suchen auch ständig neue Nach­wuchskräfte, berichtet Hans-Otto Köster. Infos für interes­sierte Hundebesitzer gibt es un­ter 04131/673616

Quelle: Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 12./13. April 2003